Der Online-Marktplatz für Design, 1stDibs, hat seinen Interior Design Trends Report 2026 veröffentlicht.
Der neunte Jahresbericht des Unternehmens zeigt, dass angesichts der Zölle die Nachfrage nach exzentrischen Designs wächst, begleitet von einem erneuten Interesse an Vintage und Antiquitäten. Laut der Umfrage ist Schokoladenbraun die Trendfarbe des Jahres, während Maximalismus und Eklektizismus mit Zuwächsen von 39 bzw. 38 Prozent die gefragtesten Stilrichtungen darstellen.
„Mit jeder jährlichen Ausgabe unserer Designer-Trendumfrage erhalten wir weit mehr als nur eine Momentaufnahme sich entwickelnder Ästhetiken oder beliebter Stile“, sagte Anthony Barzilay Freund, Redaktionsleiter bei1stDibs, in einer Erklärung.
„Wir können tief in die kulturellen und kreativen Strömungen eintauchen, die Designentscheidungen weltweit beeinflussen“, sagte Herr Freund. „Durch die Erkenntnisse unseres globalen Netzwerks von Designern sind wir nicht nur in der Lage, aufkommende Trends zu erforschen, sondern auch die Motivationen, Werte und gesellschaftlichen Veränderungen aufzudecken, die sie prägen.“
„Die diesjährigen Umfrageergebnisse verdeutlichen auch einen faszinierenden Kontrast: Designer begrüßen die Zukunft, indem sie beginnen, KI-Tools zur Effizienzsteigerung einzusetzen, während sie sich gleichzeitig von Vintage- und Antiquitätenmöbeln inspirieren lassen und Wert auf hochwertige Handwerkskunst legen.“
Der Bericht basiert auf einer von 1stDibs in Auftrag gegebenen und vom amerikanischen Marktforschungsunternehmen Surveys & Forecasts, LLC, durchgeführten Umfrage, an der zwischen Juli und August 2025 insgesamt 468 Designexperten weltweit teilnahmen. Alle Umfrageteilnehmer sind Mitglieder des 1stDibs Trade 1st Programms.
Vintage-FundstückeWährend Schokoladenbraun mit 33 Prozent weiterhin dominiert, tendieren Designer zu einer dunkleren, stimmungsvolleren Farbpalette, wobei satte Violett- und Grüntöne immer beliebter werden. So ist beispielsweise der Anteil von Burgunderrot von 7 Prozent im Jahr 2025 auf 21 Prozent im Jahr 2026 gestiegen.

Inmitten dieser düsteren Farbtöne gewinnen Pastellfarben an Beliebtheit, allen voran Buttergelb, gefolgt von Hellblau, Rosa und Mint.
Individualisierung scheint an Bedeutung zu verlieren, da Vintage-Stücke immer beliebter werden. Insgesamt 85 Designer beziehen Artikel aus den Jahren 1920 bis 2000. Auch Antiquitäten aus der Zeit vor 1920 werden von Designern verstärkt gesucht; ihr Anteil soll von 56 Prozent im Jahr 2024 auf 63 Prozent im Jahr 2026 steigen.
Über 40 Prozent der Designer nennen geschwungene, unregelmäßige Formen als Trend im Möbeldesign für das kommende Jahr. Korbgeflecht und Rattan bleiben mit 27 Prozent beliebt, während farbenfrohe und tapezierte Decken von 35 Prozent der Designer genannt werden, dicht gefolgt von gepolsterten Wänden mit 30 Prozent.
Im Bereich der Beleuchtung nannten 28 Prozent der Designer Pendelleuchten aus Muranoglas als Trend Nummer eins. Zu den Vintage-Lampen, die immer beliebter werden, gehören die Mushroom-Lampe im Venini-Stil und die Louis-Poulsen-PH-Artichoke-Lampe.
Die Befragten gehen davon aus, dass Designer wie Ingo Maurer Lampampe und &Tradition Flowerpot im Vordergrund stehen werden, während Stücke wie die Soriana-Sitzmöbel von Afra & Tobia Scarpa und das Sofa DS-600 Snake von de Sede begehrte Artikel in den Haushalten sein werden.
Trends im größeren KontextWohnzimmer und Küchen erfreuen sich derzeit größter Beliebtheit; sie waren 2025 mit 63 bzw. 52 Prozent die gefragtesten Räume. Designer berichten, dass Kunden den Fokus auf alltagstaugliche Räume legen und gleichzeitig Wellness-Aspekte integrieren möchten.
Dies spiegelt einen breiteren Trend im Designbereich wider, wie er beispielsweise bei der Expansion des Einrichtungsherstellers Kohler in den Gesundheits- und Wellnesssektor mit der Einführung von Kohler Health zu beobachten ist.Geschichte ansehen) und eine neue Saunalinie für den Innen- und Außenbereich für Zuhause (Geschichte ansehen).

Die Umfrage ergab, dass Designer auf die Frage ihrer Kunden nach „Zusatzräumen“ am häufigsten zweite Küchen (56 Prozent), Garderoben (44 Prozent), Außenküchen (43 Prozent) und Hausbibliotheken (34 Prozent) nannten. Letzteres deutet auf einen wachsenden Trend in der wohlhabenden Schicht hin, Weisheit und persönliche Leistung höher zu schätzen.Geschichte ansehen).
Über 90 Prozent der Designer spüren die negativen Auswirkungen der globalen Zölle auf ihr Geschäft. Infolgedessen sind die internationalen Einkäufe von 32 Prozent im Jahr 2024 auf 28 Prozent gesunken, während die Inlandskäufe um 72 Prozent gestiegen sind.
So wie die Modebranche bestrebt ist, generative KI in ihre Geschäftspraktiken zu integrieren (Geschichte ansehen), 20 Prozent der Designer planen dies im Jahr 2026. Allerdings sind 24 Prozent der Designer gegen den Einsatz von KI.
Insgesamt ist der Einsatz von KI-Tools durch Designer von 9 Prozent im Jahr 2023 auf 29 Prozent im Jahr 2025 gestiegen.
Dieser Artikel erschien ursprünglich aufLuxuryDaily.com. Luxury Portfolio freut sich, Ihnen durch unsere exklusive Partnerschaft mit der Anlaufstelle für Luxusnachrichten die neuesten Trends und Insider-Informationen präsentieren zu können.AbonnierenHeute.